Februar 2016

Lernen mit Hilfe von Einsen & Nullen – digitalen Wandel schaffen

Lernen mit Hilfe von Einsen & Nullen – digitalen Wandel schaffen

Eine vor kurzem durchgeführte Studie hat ergeben, in welch großem Ausmaß das Internet unser Leben bestimmt. Allein in den USA wurde eine Anzahl von 280 Millionen Internetnutzern ermittelt, wobei die durchschnittliche Nutzungszeit täglich knapp fünf Stunden beträgt. Was bedeutet dies für Wirtschaftsunternehmen?

„In den letzten Jahren zeigen unsere Kunden mehr und mehr Interesse am digitalen Wandel,” sagt Steve Fiehl, Vorstandsmitglied für den Bereich Innovationen bei CrossKnowledge. „Newcomer auf dem Markt haben die bis dato sehr traditionellen Strukturen erschüttert, und unsere Kunden mussten sich an die entsprechenden neuen Herausforderungen sehr rasch anpassen. Unternehmen, die zuvor ohne Internetpräsenz gearbeitet haben, nutzen das Internet inzwischen zur Gewinnung neuer Kunden und Erweiterung ihres Bekanntheitsgrads, während Unternehmen ohne ausreichende Webpräsenz befürchten müssen, hinter dem Wettbewerb zurückzubleiben.”

Wie kann ein Unternehmen die Veränderungen des digitalen Zeitalters stemmen? Ein möglicher Weg besteht in der Fortbildung der Belegschaft mit Hilfe IT-basierter Lernmittel. Auf der Basis des digitalen Lernens können Unternehmen ihren Mitarbeitern zeitnahe Fortbildung bieten und damit sowohl online als auch offline wettbewerbsfähig bleiben.  Doch fehlt es in den USA jedem Dritten an Kompetenz, beziehungsweise Bereitschaft zum Umgang mit der Technik der digitalen Welt, angefangen mit mangelndem Vertrauen in die eigenen Computerkenntnisse. „Unternehmen brauchen IT-bewanderte Mitarbeiter,“ erklärt Fiehl . „Die Arbeitsweise von Unternehmen wird sich in den nächsten fünf Jahren stärker entwickeln als während der ganzen letzten zwanzig Jahre. Unternehmen, die den digitalen Wandel umsetzen, sind attraktiv und können die Art von Mitarbeitern ins Boot holen, die sie bevorzugt suchen. Die Schnelligkeit, mit der die Veränderungen stattfinden, macht es notwendig, dass Unternehmen ihre Belegschaft auf den neuesten Kenntnisstand bringen, und dies möglichst zeitnah. Durch Weiterbildung durch digitales Lernen sind Unternehmen besser auf den digitalen Wandel vorbereitet.”

Festlegung

Bei der Entwicklung einer  Strategie für die IT-basierte Weiterbildung sollten zunächst die Stakeholder bestimmt werden. „Zum Vorstand sollte ein Verantwortlicher für die Weiterbildung  gehören,” sagt Fiehl. Der Verantwortliche setzt sich einerseits für das digitale Weiterbildungs­programm ein und legt außerdem die für das Unternehmen wichtigen Lerninhalte fest.“ Als nächstes werden die grundlegenden Kompetenzen bestimmt, die in der Zukunft notwendig sein werden und dann können die Programme und die Zielgruppen festgelegt werden.  „Die Weiterbildung dient dem Erreichen der Unternehmensziele, aber sie sollte dabei auf den Anwender fokussiert sein, sodass die Fortbildung für die Mitarbeiter zu einer echten Ressource wird.  Machen Sie die digitalen Bildungsinhalte nutzerfreundlich. Achten Sie auf Einfachheit in der Anwendung, besonders was die IT angeht.  Neue Komponenten sollten sich in bestehende Systeme integrieren lassen, damit es keine negativen Erfahrungen mit der Technik gibt.”

Anpassung

Eine erfolgreiche digitale Weiterbildungsstrategie hat die Anwender im Blick. „Unternehmen, die digitale Umstellungen vornehmen wollen, brauchen Mitarbeiter, die mit der digitalen Technik arbeiten,” erklärt Fiehl. „Die Digitalisierung verbindet die Menschen, und das digitale Lernen ist die Basis bei der Gestaltung einer gemeinsamen Arbeitswelt. Jeder Mitarbeiter sollte mit gewissen Bereichen der digitalen Technik vertraut sein, beziehungsweise durch Schulung an sie herangeführt werden, denn Angestellte ohne entsprechende technische Kenntnisse können ihr Unternehmen nicht bei der schnellen Anpassung an die Entwicklungen unterstützen. Gleichzeitig sollte das Unternehmen über Weiterbildungsprogramme hinaus denken und sich auf die Bedürfnisse der Nutzer konzentrieren. Die Programme sollten sich weniger um die Frage drehen, was gelernt werden soll, sondern eher um die Frage, wie die Lerner beim Lernen unterstützt werden können. Die Mitarbeiter sind motiviert und zum digitalen Lernen bereit, wenn sie wissen, dass es ihnen nützt. Mitarbeiter, die nicht motiviert werden, interessieren sich nicht für das Lernen, deshalb sollten Unternehmen Lernprogramme einsetzen, die ergebnisorientiert und praxisnah sind.”

Der richtige Mix

Schulung muss nicht immer komplett virtuell stattfinden. In Fällen, in denen die Kosten und der Zeitrahmen bedeutende Faktoren sind, kann das IT-basierte Fortbildungsprogramm aufgeteilt werden. „Wir hatten eine Zusammenarbeit mit einem Energietechnik-Unternehmen, das innerhalb kurzer Zeit 10 000 Beschäftigte für die Tätigkeit in einem neuen Geschäftsbereich schulen musste, ” erklärt Fiehl. „Präsenzunterricht für 10 000 Mitarbeiter wäre weder praktisch umzusetzen noch zeitnah oder kostengünstig gewesen. Durch einen Mix von digitalem und persönlich vermitteltem Unterricht schaffte das Unternehmen sein Schulungsziel und konnte in Rekordzeit neue Chancen auf dem Markt nutzen.” Die Schaffung eines ansprechenden IT-basierten Lernumfelds kann einerseits Kosten senken und andererseits zu rascherer Kompetenzerhöhung und Marktteilnahme führen, dadurch dass die Mitarbeiter den Anforderungen der Digitalisierung in ihrer Branche besser begegnen können.

Dieser Artikel wurde verfasst von Chief Learning Officer Magazine (Issue Date: October 2015) Ausgabe: Leading the Way: [Digital learning/digital transformation]

 

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